In weiten Teilen des Mittelmeerraums verschmolzen während der griechisch-römischen Epoche die griechische und die römische Kultur – ein faszinierendes Kapitel der Menschheitsgeschichte. Einige der berühmtesten Persönlichkeiten der Geschichte wurden in dieser Zeit geboren. Die letzte Pharaonin der ägyptischen Ptolemäer-Dynastie, Königin Kleopatra VII., war eine von ihnen. Kleopatras Leben, ihre Herrschaft und ihr trauriges Ende prägten nicht nur die ägyptische Dynastie, sondern wurden auch zu einer Legende der Geschichte.
Kleopatra VII. wurde 69 v. Chr. in Alexandria, Ägypten, geboren und gehörte zur griechischstämmigen Ptolemäer-Dynastie. Da sie gut ausgebildet und mehrsprachig war und möglicherweise als erste ptolemäische Herrscherin Ägyptisch lernte, gelang es ihr, eine Verbindung zu ihrem Volk aufzubauen. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 51 v. Chr. bestieg sie im Alter von 18 Jahren den Thron. Zunächst teilte sie die Macht mit ihrem jüngeren Bruder, Ptolemäus XIII. Kleopatras Bruder schränkte ihre Macht ein, was sie ins Exil trieb.
Um ihren Thron zurückzugewinnen, verbündete sich Kleopatra 48 v. Chr. mit Julius Cäsar. In ihrer Verzweiflung ließ sie sich in einem Teppich in Cäsars Palast schmuggeln, um Hilfe zu erlangen. Cäsar war von diesem kühnen Schritt beeindruckt, und gemeinsam vernichteten sie die Armee ihres Bruders, um Kleopatra wieder als Königin einzusetzen. Aus ihrer politischen und romantischen Beziehung ging ihr Sohn Caesarion hervor. Mit Cäsars Unterstützung festigte Kleopatra ihre Position und Herrschaft.

Nach der Ermordung von Julius Cäsar im Jahr 44 v. Chr. war es Kleopatras Ziel, die Souveränität Ägyptens vor der expandierenden Macht Roms zu schützen. Im Jahr 41 v. Chr. verbündete sie sich persönlich mit Caesars Verbündetem Marcus Antonius. Das Paar zeugte drei Kinder. Doch ihre Beziehung war in Rom umstritten, da Octavian, der Rivale von Antonius, sie dazu nutzte, ihn als Verräter darzustellen. Im Jahr 31 v. Chr. besiegte Octavian Antonius und Kleopatra in der Schlacht von Actium und setzte damit ihren Ambitionen auf ein hellenistisches Reich ein Ende.
Kleopatras Vermächtnis lebt als Zeugnis ihrer Führungsstärke, ihres politischen Geschicks und ihrer Intelligenz weiter. Ihre Fähigkeit, Ägyptens Unabhängigkeit zu bewahren und mit der römischen Politik umzugehen, war ihre wahre Stärke. Auch wenn man sich an sie vor allem wegen ihrer Schönheit und ihrer Verbindung zu Marcus Antonius und Julius Cäsar erinnert. Mit ihrem Tod endete jedoch die ptolemäische Monarchie.

Nach der Niederlage bei Actium kehrten Kleopatra und Antonius nach Alexandria zurück, wo sie beschlossen, Selbstmord zu begehen, da Octavians Triumph unvermeidlich war. Antonius beging nach Kleopatras Tod Selbstmord; oft wurde berichtet, er sei von einer Schlange gebissen worden.
Es ist bis heute unbekannt, wo sich das Grab von Kleopatra und Antonius befindet. Man nimmt an, dass es in Alexandria liegt, doch der genaue Ort wurde nie ermittelt. Einige glaubten, sie könnten unter der heutigen Stadt begraben sein.